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Tempelneubau
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Da die jetzigen Andachtsräume durch eine umfangreiche Kellersanierung in ihrer Funktion fast zum Erliegen gekommen sind und sich außerdem eine räumliche Vergrößerung der Lokalität für die Zukunft dringend anzeigte, ergab sich die Notwendigkeit für die Gemeinde,ein neues Domizil in Form eines eigenen kleinen Tempelneubaues zu finden.
Bei der längeren Suche nach einem geeigneten Grundstück kristallisierte sich jenes in Berlin-Britz heraus, welches sich in landeseigenem Besitz befindet und von der Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG verwaltet wird. An diesem Ort werden sowohl mehrere spezifische Bedingungen für einen Hindu-Tempel erfüllt (freistehendes Gebäude in ungefähr östlicher Ausrichtung, halbwegs ruhige naturnahe, grüne Umgebung innerhalb einer Großstadt), und es ist eine gute Verkehrsanbindung durch die U-Bahn Station Blaschkoallee und Bushaltestellen gegeben. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Ein von unserem Architekten Rainer Szepat im November 2007 bei der zuständigen Bauaufsicht/Stadtplanung Berlin-Neukölln eingereichter Vorbescheidsantrag wurde am 31..01.2008 behördlich positiv beschieden, sodass auch der folgenden Baugenehmigung nichts mehr im Wege steht. Sehen Sie hier die Baubeschreibung im Detail.
Konzept:
Neben dem bereits genehmigten Tempelneubau in der Neuköllner Hasenheide ( Grundsteinlegung war am 04.11.2007 ), der für die Verehrung der Götter des hinduistischen Gesamtindiens zuständig ist, soll hier für die Gläubigen Südindiens und Sri Lankas eine religiöse Stätte in baulich kleinerer Version geschaffen werden.
Bei geöffneten Türen finden 6x täglich Gottesdienste mit Segnungen der Gläubigen durch hauptamtliche südindische Priester statt, wobei auch Besucher anderer Religionen und Weltanschauungen gern gesehene Gäste sind und an den Zeremonien teilnehmen können. Dieser Tempel soll als kleiner Ruhepol innerhalb seiner Umgebung im sonst hektischen Berlin fungieren,
in dem in andächtiger Stille und Toleranz sowohl gläubige Hindus beten, als auch die Bevölkerung Berlins und seine Besucher diese Weltregion etwas näher kennenlernen oder sogar hier meditieren können. ( Ein vergleichsweise hervorragendes Beispiel bieten ebenfalls der buddhistische Tempel in Berlin-Frohnau oder der große Hindu-Tempel in Hamm/Westfalen )
Interessierten Besuchern werden Informationen durch anwesende Vereinsmitglieder, durch übersetzte Fragen und Antworten an die Priester und durch ausliegendes Druckmaterial geboten. So können z.B. Schulklassen innerhalb ihres Ethikunterrichtes und anderen kulturellen Gruppen das Wesen des Hinduismus näher gebracht und erklärt werden.
Die Finanzierung des Projektes erfolgt über Mitgliedsbeiträge, Rücklagen des Vereins sowie über Zuschüsse von großzügigen Sponsoren. Aus diesem Grund ist der Verein auch für die kleinste Spende dankbar, sucht zahlende Mitglieder und Sponsoren und wird in der nächsten Zeit symbolhaft "Bausteine" für die Verwirklichung des Vorhabens zum Kauf anbieten.
Fazit:
Die neue Tempelanlage wird durch ihre Architektur als exotisches Gotteshaus und mit ihrer toleranten Religionsausübung eine kulturelle Bereicherung des Bezirks Neukölln darstellen und nach einer gewissen Zeit des Bekanntheitsgrades als eine zusätzliche kleine Attraktion für den Fremdenverkehr und Werbung der Hauptstadt zählen.
Von der gesamten Anlage wird weder für die Anwohner noch für irgendwelche Behördenstellen eine Belästigung ausgehen, die zu Beanstandungen führen könnte. Es gibt weder Glockengeläute, noch einen Ruf zum Gebet über Lautsprecher,noch eine sonstige Lärmentfaltung.
Ein einmaliges größeres Fest wird im Sommer veranstaltet, wobei das Bildnis der obersten Gottheit in einer Prozession rund um das Karree des Tempels getragen wird. Dies wurde schon jahrelang in der Kreuzberger Urbanstaße praktiziert, jeweils nach vorheriger Absprache mit der zuständigen Verkehrspolizei und stellte eine interessante Attraktion für die Anwohner dar.
Die etwaige Befürchtung, dass es noch weitere Hindu-Tempel im Anschluss an diesen Neubau geben könnte, ist eindeutig zu verneinen, da sich dies alleine schon durch die relativ kleine Anzahl von in Berlin lebenden Hindus erübrigt.
Eine Assoziation mit geplanten und beantragten Gotteshäusern einer anderen bestimmten Weltregion innerhalb Berlins ist hinfällig.